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Die 13 Siegel der Macht

Macht ist als allgegenwärtiges Ordnungswerkzeug der Natur eine ewig existierende Größe.  Jede Gesellschaft, jedes Unternehmen, auch jede Familie benötigt Führung. Bernhard Moestl zeigt, wie Macht entsteht und warum ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit ihr der einzige Weg ist, sie auf Dauer zu behalten und mit Erfolg zu führen.

Macht wird gegeben – auch durch stillschweigende Akzeptanz

Von Bernhard Moestl | 1. April 2011 | 1:22

Letztes Jahr wurde ein ehemaliger österreichischer Skifahrer und Fernsehmoderator bei einem Zusammenstoß mit einem Radfahrer verletzt. Laut Medienberichten fuhr der Radfahrer so rücksichtslos und schnell, dass er einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte.

Der Moderator erstattete daraufhin Anzeige bei der Behörde seines Vertrauens. Er erwartete für die erlittenen Schmerzen und den körperlichen Schaden eine Entschädigung. Und tatsächlich wurde der Radfahrer zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt. Das Geld erhielt allerdings nicht der Verletzte. Der bekam keinen Cent, weder Schadensersatz noch Schmerzensgeld. Das Geld steckten, wie immer in solchen Fällen, die Beamten ein. Weiterlesen

Macht und Recht

Von Bernhard Moestl | 29. März 2011 | 2:53

Vor ein paar Tagen hatte es erneut ein Thema in die Nachrichten geschafft, über das ich in regelmäßigen Abständen mit Supermarktkassierern, Filialleitern und Sicherheitspersonal diskutiere: Die Frage, ob jemand vom Personal mal „kurz in die Tasche schauen dürfe“. Nein, darf er nicht. Das ist gesetzlich ganz klar geregelt.

So dachte auch eine Dame. Sie verweigerte mit genau dieser Begründung eine Taschenkontrolle. Die herbei gerufene Filialleiterin wählte daraufhin sofort den Polizei-Notruf. Der diensthabende Beamte erklärte der Verweigerin etwas von „Privatrecht“ und angebrachten Hinweisschildern. Er forderte sie auf, die (eigentlich ja unrechtmäßige) Durchsuchung zuzulassen. Weiterlesen

Gaddafi hat nichts gelernt

Von Bernhard Moestl | 25. März 2011 | 2:51

Wieder einmal lese ich in den Nachrichten, dass ein Regime versucht, in letzter Sekunde sein unausweichliches Ende abzuwenden. Diesmal ist es Syrien.

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich bin kein Befürworter autoritärer Strukturen. Alles findet das Ende, das es verdient. Trotzdem ist es interessant zu beobachten, wie plötzlich ein Machthaber nach dem anderen panisch die Fehler seines Vorgängers wiederholt. Und konsequent an diesen Fehlern zerbricht.

Der Ablauf seit Tunesien ist immer der gleiche. Ein unterdrücktes Volk verleiht seinem Unwillen öffentlichen Ausdruck. Es geht auf die Straße und fordert Reformen. Nicht den Rücktritt des verhassten Diktators, sondern nur das Versprechen von Veränderung. Weiterlesen

“Macht braucht Kontrolle”

Von Bernhard Moestl | 16. März 2011 | 8:33

„Macht“, so sagt ein altes Sprichwort, „braucht Kontrolle“. Denn wo Macht ist, ist der Missbrauch von Macht nicht weit. Diese Kontrolle ist Aufgabe “mündiger Bürger”, die in ihren Entscheidungen von den Medien und neuerdings von “Whistleblower-Plattformen” wie Wikileaks unterstützt werden. Die dahinter stehende Idee ist sicher gut. Die Gefahr ist aber, dass gerade diese Plattformen den Machthabern dabei helfen, jene Grenzen zu überschreiten, die sie eigentlich schützen wollten. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe kein Problem mit der Idee, dass  Wikileaks sogenannte „Staatsgeheimnisse“ veröffentlicht. Schließlich ist ein “Staatsgeheimnis“ schon dem Namen nach etwas, das jedem Staatsbürger als Teil eben dieses „Staates“ ohnehin bekannt gemacht werden muss.

Ich sehe die echte Gefahr woanders. Nehmen wir an, in einer geheimen Militäroperation töten deutsche Soldaten afghanische Kinder, die auf einer Wiese spielen. Eine dieser Plattformen erfährt davon und geht damit über die Medien an die Weltöffentlichkeit. Und stellen Sie sich nun vor, diese informierte, von allen Machthabern gefürchtete Weltöffentlichkeit interessiert sich nicht dafür. Sie geht zur Tagesordnung über, als wäre nichts gewesen. In diesem Moment wissen die „Mächtigen“, dass sie tun können, was sie wollen. Weiterlesen

Das Wesen der Macht

Von Bernhard Moestl | 14. März 2011 | 8:39  |  1 Kommentar

Mit großer Überraschung haben viele von uns in der letzten Zeit die erstaunlichen Umbrüche im Norden Afrikas und anderen arabischen Ländern erlebt. Was jahrzehntelang unmöglich schien, wurde vermeintlich von einem Tag auf den anderen Wirklichkeit: Diktatoren, die mit ihren Plätzen bis an ihr Lebensende verwachsen schienen, mussten diese von innerhalb von Stunden panisch verlassen. Das Volk war, so die Meinung vieler, endlich frei.

Wer so denkt, der verkennt das Wesen von Macht und übersieht die Tatsache, dass es so etwas wie einen „machtfreien Raum“ auf Dauer gar nicht geben kann. So war aber die größte Stärke der arabischen Revolutionen gleichzeitig auch ihre größte Schwäche: Sie waren das Ergebnis eines spontanen, plötzlichen Aufstandes eines ganzes Volkes gegen ihre Unterdrücker. Sie fragen sich, was daran schlecht sein kann? Ich will es ihnen sagen: Weiterlesen

Herzlich Willkommen

Von Bernhard Moestl | 8. März 2011 | 8:34

 Liebe Leserinnen und Leser,

Zuallererst einmal: Ganz herzlich willkommen. Es freut mich, dass Sie da sind. In der nächsten Zeit möchte ich an dieser Stelle meine Gedanken, Ideen und Beobachtungen bezüglich Macht, Führung und Bewusstsein mit Ihnen teilen. Fühlen Sie sich also eingeladen, hier nicht nur zu lesen, sondern mich und die anderen Leser auch an Ihren Ansichten teilhaben zu lassen. Ein guter Blog ist schließlich keine Einbahnstraße, sondern eine Plattform, die von Gesprächen, Diskussionen und unterschiedlichen Ansichten lebt. Ob Sie mir nun zustimmen oder der gänzlich gegenteiligen Meinung sind: lassen Sie es mich und alle anderen wissen, überdenken und diskutieren. Denn wie sagt ein chinesisches Sprichwort so schön: „Wenn wir niemals die Richtung ändern steht von vorne herein fest, wo unser Weg enden wird.“

 Ich freue mich auf eine angeregte, respektvolle, wunderbare gemeinsame Zeit.

Ihr Bernhard Moestl